|
[Allgemeines]
[Praxis] [Theorie] [Marz
Tour] >> [Bilder
Motorradausbildung]
Motorradführerschein (Klasse A) - Praxis

Bild:
Kreisfahrt mit Schräglage

Bild:
Slalom mit Schrittgeschwindigkeit

Anfahrt auf den Übungsplatz
Erstmal Übungsstunden ...
Die Übungsstunden dienen dazu, sich mit den grundsätzlichen
Fahreigenschaften des Motorrades vertraut zu machen, damit das
Fahrzeug mit ausreichender Sicherheit im Straßenverkehr geführt
werden kann.
Die dafür notwenige Anzahl von Übungsstunden ist von
Fahrschüler/in zu Fahrschüler/in sehr unterschiedlich und hängt sehr
von den persönlichen Fähigkeiten und Vorkenntnissen ab.
Sonderfahrten (Pflichtstunden)
Für den Führerschein Klasse A sind folgende Pflichtstunden
vorgeschrieben:
Insgesamt 12 x 45 Min., davon
5 x 45 Min. Überlandfahrt (Land- oder Bundesstraßen)
4 x 45 Min. Autobahn
3 x 45 Min. Beleuchtungsfahrt bei Dämmerung oder Dunkelheit
Die Ausbildung auf dem Übungsplatz (Grundfahraufgaben)
Ausweichen mit Abbremsen:
Beschleunigung auf ca. 50 km/h, dann kurz abbremsen und nach
Lösen der Bremsen mit einer Geschwindigkeit im eigenstabilen Bereich
(ca. 30 km/h) vor einer markierten Stelle um etwa 1 bis 1,50 m nach
links ausweichen und - ohne zu bremsen - auf die ursprüngliche
Fahrlinie zurückkehren. Das Ausweichen darf frühestens 7 m vor der
markierten Stelle beginnen. Vor Beginn des Ausweichens ist
auszukuppeln.

Ausweichen ohne Abbremsen:
Beschleunigung auf etwa 50 km/h, vor einer markierten Stelle um
etwa 1 bis 1,5 m nach links ausweichen und - ohne zu bremsen - auf
die ursprüngliche Fahrlinie zurückkehren. Das Ausweichen darf
frühestens 9 m vor der markierten Stelle beginnen. Vor Beginn des
Ausweichens ist auszukuppeln.

Fahren eines Slaloms mit Schrittgeschwindigkeit:
Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (6 Leitkegel, Abstand 3,50 m,
Aufbau siehe Skizze) mit Schrittgeschwindigkeit (ca. 5 km/h) unter
Beibehaltung des Gleichgewichts mit mit richtiger Handhabung von
Kupplung, Gas und Bremse zu durchfahren.

Slalom "4 mal 7":

Langer Slalom:
Der Bewerber hat eine Slalomstrecke (Länge ca. 80 m, 5 Leitkegel
mit Abstand 9 m, anschließend 2 Leitkegel mit Abstand 7 m) mit einer
Anfangsgeschwindigkeit von ca. 30 km/h zu durchfahren. Die Aufgabe
darf nicht im 1. Gang gefahren werden. Kupplungsbereitschaft ist
erforderlich.

Weitere Übungen:
Stop and Go
Mehrfaches Anfahren und Anhalten (mind. 4 Mal), abgestimmtes
Betätigen von Gas, Kupplung und Bremse, Füße nur zum Abstützen des
Kraftrades im Stand von den Fußrasten nehmen und auf die Fahrbahn
absetzen. Dabei soll gezeigt werden, dass die Neigung des Kraftrades
nach der einen oder der anderen Seite bewusst erfolgt, indem zweimal
der linke und zweimal der rechte Fuß abgesetzt wird.
Anfahren in einer Steigung
(Steigung bis ca. 10%, gehört nicht mehr zum Pflichtprogramm)
Anfahren im ersten Gang: dabei kann das Kraftrad mit der Fuß- oder
Handbremse gehalten werden. Die Füße sind spätestens dann auf die
Fußrasten zu stellen, wenn das Kraftrad stabilisiert ist.
Kreisfahrt
(Radius ca. 4,5 m, eine Markierung des Kreises ist nicht
erforderlich)
Einfahren in den Kreis, mehrfaches Kreisfahren und Verlassen des
Kreises. Die Kreisfahrt kann, wahlweise in die eine oder die andere
Richtung verlangt werden; auf öffentlichen Straßen jedoch nur nach
links. Die Geschwindigkeit ist so zu wählen, dass Schräglage
entsteht.
Gefahrbremsung
Bremsen aus 50 km/h mit maximaler Verzögerung bis zum Stillstand in kürzest möglicher Distanz, ohne den Motor abzuwürgen oder dass Fahrer und Fahrzeug zum Sturz kommen.
|